KOPFGELDJAEGER
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500 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise die zur Ergreifung der Täter führen.
Der Kopfgeldjaeger in den Vereinigten Staaten von Amerika:
Ein Kopfgeldjäger ist eine Person, die eine andere Person jagt, um eine Belohnung,das sogenannte Kopfgeld für das Auffinden und Ausliefern zu bekommen. In den USA bezeichnet man Kopfgeldjaeger heutzutage meist als bounty hunter. Der Kopfgeldjaeger beschäftigt sich meist damit einen Kautionsflüchtigen zu suchen.
Da der Begriff bount hunter negativ mit dem Wilden Westen in Verbindung gebracht werden kann, gibt es in den USA andere Berufsbezeichnungen wie zum Beispiel Bail Enforcement Agent oder Fugitive Recovery Agent.
Ein Kopfgeldjäger – es handelt sich nicht um einen Ausbildungsberuf – unterscheidet sich von Privatpersonen dadurch, dass ihm gewisse Sonderrechte obligen. Diese Sonderrechte leiten sich von den Kautionsbüros ab. Ein Kopfgeldjäger darf einen Flüchtigen auch in andere Bundesstaaten verfolgen, was ein normaler Polizist in den USA nicht darf. Die Bundespolizei der USA, das FBI darf hingegen bei Bundesvergehen einen Flüchtigen USA-weit verfolgen. Der Kopfgeldjäger darf nur in den USA jagen, nicht im Ausland. Würde er dies trotzdem tun, So könnte er wegen Entführung oder Verschleppung vor Gericht landen, wenn er z.B. in Mexiko oder Kanada aktiv würde. Einige Länder erkennen aber von Kopfgeldjägern vorgelegte Haftbefehle grundsätzlich an und liefern die Flüchtigen an die USA aus.
Dem Kopfgeldjäger ist es per Gesetz erlaubt, sich als eine andere Person auszugeben, um durch Täuschung an Informationen über den Aufenthaltsort des Flüchtigen zu gelangen. Der Kopfgeldjäger darf in vielen Bundesstaaten sogar ein Gebäude, notfalls mit Gewalt, betreten, um den Flüchtigen festzunehmen. Er muss sich aber sicher sein, dass sich der Gesuchte im Gebäude aufhält. Für Eigentumsschäden während der Verhaftung haftet der Kopfgeldjäger jedoch persönlich. Die Gesetze der verschiedenen US-Bundesstaaten unterscheiden sich hinsichtlich dieser Rechte und Pflichten. In einigen US-Bundesstaaten muss sich der Kopfgeldjäger vor der Durchführung einer Festnahme gerichtlich registrieren lassen, um sich vor einer Anklage wegen Entführung zu schützen. Auch gibt es Unterschiede bei der Kennzeichnung von Kopfgeldjägern in den einzelnen Bundesstaaten. Einige Bundesstaaten verlangen, dass Kopfgeldjäger Dienstmarken und Aufnäher tragen, die sie als solche ausweisen, andere Bundesstaaten verbieten diese, um Verwechslungen mit Polizeibeamten zu verhindern.
Der Kopfgeldjäger liefert den Flüchtigen an die Polizei aus - vorzugsweise an die zuständige Polizei des Gerichtsortes. Zu diesem Zweck haben viele Kautionsagenten und Kopfgeldjäger den Haftbefehl bei sich, so dass ein Erscheinen bei der Polizei am Verhaftungsort entfallen kann.
In Deutschland gibt es diese Kopfgeldjäger nicht, da das Rechtssystem anders aufgebaut ist, und lediglich die Exekutivem worunter unter anderem der Polizist, der Staatsanwalt und der Zollbeamte fällt, Verhaftungen durchführen dürfen.
Zwar sieht man gelegentlich Aushänge in Postfilialen, Banken- und Sparkassen die eine Belohnung für sachdienliche Hinweise die zur Ergreifung der entsprechenden Person führen versprechen, hiermit ist lediglich gemeint, das wenn man über Informationen verfügt sich an die entsprechende Polizeidinststelle wendet und so zur Verhaftung des mutmaßlichen Täters beitragen kann. Die gesuchte Person selbst zu überwältigen und bei der Polizei abzuliefern würde zu sehr großer Warscheinlichkeit mit einer Anzeige mit unangenehmen Folgen führen.